German Heeresflieger CH-53 in the Swiss Alps
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Auch für einen Schweizer
ist der Anblick des Matterhorns im Südosten des Kantons Wallis noch
immer etwas Besonderes. Doch die Deutschen „Touristen“,
mit denen wir unterwegs sind, scheinen
kein
Interesse am
markanten Berg zu haben. Ihre Gedanken liegen ganz bei der kurz bevor
stehenden Landung, die ihre volle
Konzentration verlangt. Langsam
nähern
wir uns einer kleinen Schneefläche inmitten grosser
Felsblöcke und
schroffen
Felswänden.Vermummt
mit dicken Jacken, Handschuhen, Gesichtsmaske und Helm öffnet
einer der Bordtechniker
die Türe an der rechten
Rumpfseite. Ge-sichert durch Stehhaltegurte legt er sich anschliessend auf
die
Einstiegstreppe nach draussen. So
hat er die Möglich-keit
die Unterseite mit
dem Fahrwerk
der CH-53 zu überwachen
und kann über sein im Helm integriertes Mikrofon
den Piloten genaue Anweisungen für
die Landung geben.
Auf der halb geöffneten Heckrampe liegt ein
zweiter Bordtechniker, der auch den Heckrotor im Auge
behält. Als sogenannter
Mittelsitzer auf dem Jumpseat unterstützt und ent-lastet
ein dritter Bordtechniker die beiden Piloten im
Cockpit.
Die Landezone kann sehr klein sein, so dass Zentimetergenau
gelandet werden muss. Teilweise ist sogar zuwenig Platz um alle drei
Fahrwerke
aufzusetzen, was der Besatzung ihr
ganzes Können abverlangt. |
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Nur kurz bleiben wir am Boden und starten gleich wieder zum nächsten Landepunkt. Dreimal 1.5 Stunden Flug in den Walliser und Berner Alpen mit kurzen Tankstopps in Sion und Meiringen stehen auf dem Programm, bevor es auf den Heimweg nach Alpnach geht. Nach dem eigentlichen Fliegen im Gebirge, ist das Landen der zweite Block des Trainings. Erfahrene Piloten werden im dritten Block zu Fluglehrern geschult, um ihr Wissen an weitere Besatzungen weitergeben zu können. Deutsche Besatzungen und Hubschrauber gehören seit ein paar Jahren zum vertrauten Anblick in Alpnach und auf anderen Schweizer Flugplätzen. Die Geschichte dieser Zusammenarbeit mit der Schweiz, geht auf den humanitären Einsatz im Kosovo zurück, wo sich beide Nationen den Stützpunkt Toplicane teilten. Auf Initiative von Piloten begann man die Beziehungen zu vertiefen, um beiden Seiten Erfahrungsaustausch und neue Trainingsmöglichkeiten zu bieten. „Hier in der Schweiz haben wir hervorragende Bedingungen für das Gebirgsflugtraining gefunden“ meint Hauptmann Armin Kienzler, einer der beiden Fluglehrer während unseres Besuchs. „Im Gegensatz zu Deutschland sind wir hier schon wenige Minuten nach dem Start im Hochgebirge und können mit dem Training unter rasch ändernden Wetterbedingungen beginnen. Um mit unseren CH-53G das fliegen an der Leistungsgrenze zu trainieren, laden wir jeweils zwei Betonelemente an Bord, die zusammen zwei Tonnen Nutzlast darstellen.“ |