Exercise GARUDA II Istres, France
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Anlässlich der Übung GARUDA II bot sich im südfranzösischen Istres ein einmaliges Bild: Sechs Sukhoi Su-30K und ein Tanker Ilyushin IL-78MKI der Indischen Luftwaffe übten vom 17. bis 28. Juni 2005 mit der Französischen Armeé de l’Air den Luftkampf. Nach GARUDA I, welche im Februar 2003 in Indien stattfand, war dies ein weiteres Kapitel in der Zusammenarbeit der beiden Luftwaffen. Indien sucht seit ein paar Jahren solche Möglichkeiten, um mit befreundeten Nationen zu trainieren. Nach Golden Eagle in Südafrika mit Mirage 2000 und Cope Thunder in Alaska mit Jaguar letztes Jahr, war dies erst die dritte Übung im Ausland. Der riesige Luftwaffenstützpunkt BA125 Charles Monier in Istres bei Marseilles wurde für GARUDA II ausgewählt, weil er sehr nahe an den grossen Trainingsräumen über dem Mittelmeer lag. Istres ist mit ihrer sehr breiten und rund fünf Kilometer langen Runway seit kurzem übrigens auch Notlandeplatz für die amerikanischen Spaceshuttle.
Während acht Tagen wurden mit und gegen verschiedene Mirage 2000-Typen ständig wachsende Luftkampfszenarien geflogen. Der Schutz von langsamen Transportflugzeugen oder von AWACS gehörten ausserdem auf den Trainingsplan. Interessant waren jedoch die gemischten Luft-Luft Betankungen: Mirage 2000 tankten an der IL-78 und dafür die Su-30K an den französischen C-135. Wie gut oder schlecht die Sukhoi gegenüber den aktuell besten Mirage 2000 abgeschnitten haben, war leider nicht zu erfahren. Die Mirage 2000-5 ist einer der Kandidaten für eine weitere Flugzeugbeschaffung in Indien, das bald seine in die Jahre gekommenen Mig-21 ausmustern muss. 18 Su-30K stehen seit 1997 als Jäger im Dienst der indischen Luftwaffe, seit kurzem kommen laufend neue Su-30MKI dazu, die Multirole-Fähig und mit Schubvektor-Steuerung ausgerüstet sind. Bis in etwas mehr als zehn Jahren soll die komplette Flotte 190 Su-30MKI umfassen, wobei die „alten“ Su-30K entweder aufgerüstet oder beim Hersteller in Russland umgetauscht werden.